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Bericht vom Damenspiel in Flawil

Von Mario Bay

25.11.2018

Neun Damen des HC Turbenthal versammelten sich am Samstagnachmittag erwartungsfroh in Flawil. Es war klar dass es ein schwieriges Spiel würde da man gegen den Tabellenführer stark ersatzgeschwächt antreten musste. Nur dank einer Juniorin und dem Comeback einer Ehemaligen konnte überhaupt ein Team auflaufen. Ach ja, beide Torfrauen waren nicht abkömmlich und Nina erklärte sich bereit das zu übernehmen. Danke, das war an diesem Nachmittag nicht gerade eine erfreuliche Aufgabe. Wenn die Damen gewusst hätten dass noch mit einem völlig ungenügenden Wurfgerät gespielt wurde hätten sie wohl das Weite gesucht. Der harztriefende steinharte Ball war ballistisch schwierig zu berechnen und blieb beim Prellen teilweise auf dem Boden kleben. Für die Turbenthalerinnen die sonst Harz nur vom sonntäglichen Spaziergang im Wald kennen blieb das eine echte Herausforderung mit vielen Fehlzuspielen.

Doch jetzt zum Spiel in der ersten Halbzeit. Das war einfach nur Klasse. Unter der Leitung von Claudia entwickelte sich mit den beiden Aufbauerinnen Katja und Kati ein hochwertiges Verteidigungs- und Angriffsspiel. Zusammen mit den Flügelzangen Alessa und Sina wirbelten sie die Gegnerinnen durcheinander.

Mit den typischen Turbenthaler Angriffsauslösungen „pass-start-pass-sprint in den freien Raum“ erzielten sie 9 Tore eins schöner als das andere. In der ersten Hälfte wurde auch hervorragend rückwärts gearbeitet da die Flawilerinnen jeden Fehler sofort zu Gegenstössen ausnützten. Das Comeback der Ex-Turbenthalerin Sara war sehr erfreulich und kann hoffentlich noch weiter gehen.

Die zweite Halbzeit kann dann so zusammengefasst werden: Lange das Niveau und die Intensität gehalten erst in den letzten 10 Minuten keine Kraft mehr in den Beinen. 7 wunderschöne Tore aber zum Schluss auch Gegentore im Minutentakt.

Trotzdem Respekt vor der unglaublich engagierten, solidarischen und spielerisch hochwertigen Leistung aller Turbenthalerinnen. Mit einem vernünftigen Spielgerät und einer gefüllten Teambank wäre noch wesentlich mehr möglich gewesen.

Ach ja und wir haben ja von 9 Spielerinnen gesprochen: Die 14 jährige Rahel aus dem eigenen Nachwuchs spielte 60 Minuten in zentraler Position in der Verteidigung sehr gut und vorne am Kreis wie wenn sie schon immer dabei gewesen wäre. Kurz vor Schluss erhielten wir noch einen Penalty zugesprochen als niemand anders antreten wollte nahm sie den Ball und pfefferte ihn umgehend ins Lattenkreuz. Das i Pünktchen auf eine tolle Leistung.