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Ein letzter Sieg im 2020?

Von Jonas Bay

25.10.2020

Der Verlierer vor diesem (vielleicht letzten im Jahr 2020) Spieltag war schon vorher klar. Es ist der Verband Handball Schweiz welcher schon in der Saisonvorbereitung eine schlechte Figur machte. Was in den letzten Tagen aus Olten kam verdient das Wort Debakel oder Skandal zu Recht. Eine mangelnde, ja gar inexistente Kommunikation gegenüber den Vereinen gepaart mit einem Entscheid welcher zuerst viel zu spät kam (Freitag Abend 19:00) und die Verantwortung einfach an die Vereine abschob. Es ist ein weiteres Beispiel des Grabens zwischen Vereinen und Zentralverband welcher in den letzten Jahren fleissig tiefer geworden ist und von Seiten Verband keinerlei Bemühungen erkennbar sind diesen zuzuschütten.

Item, der Verband entschied am Freitag, dass weiter gespielt wird man aber Spiele verschieben kann wenn man möchte. Unsere Damen entschieden, dass sie nicht mehr spielen möchten, die anderen Teams wollten unbedingt antreten. Die erste Mannschaft traf in einem vermuteten Spitzenkampf auf den HC Andelfingen. Wir mussten gleich auf 4 Akteure verzichten, Nicolas Nussle und Jonas Gebendinger fehlten verletzt, Yves Hartmann und Sven Oehen aus beruflichen Gründen. Dafür kam der 17-jährige Moritz Stahel zu seinem Meisterschaftsdebüt in der 3.Liga und der gleichaltrige Florin Heldstab durfte zum ersten Mal zu Hause für uns auflaufen.

Wir starten gut ins Spiel, Luca Boss hinterliess gleich die ersten Duftmarken und war gleich für 3 der ersten 4 Tore verantwortlich. Nach einer ausgeglichenen Starphase hatte der HCT den stärksten Abschnitt im Spiel. Aus einer starken Deckung mit einem gut aufgelegten Sebi Raschle dahinter konnten wir einige schnelle Angriffe laufen und aus einem 4:4 ein 9:4 machen. Doch die Andelfinger, angeführt von 2 langährigen 2.Liga-Spielern, konnten sich wieder fangen und auch dank ihres starken Torhüters den Rückstand zur Pause auf 3 Tore verkürzen. Den Start in die 2.Hälfte verschliefen wir aber so richtig, Andelfingen konnte den Rückstand gleich ausgleichen und es entwickelte sich in der Folge ein enges Spiel auf Messers Schneide. Beide Teams konnten sich auf starke Abwehrreihen und noch stärkere Torhüter verlassen. Beim HCT hatte mittlerweile Fabian Waldvogel übernommen welcher sich nahtlos an die starke Leistung von Sebi Raschle anschloss. Keine Mannschaft hatte in der 2.Hälfte mehr als ein Tor Vorsprung, jede Aktion hätte das Spiel entscheiden können. Doch wir hatten noch einen Trumpf im Ärmel. Unsere rechte Angriffsseite konnte nochmals aufdrehen. Stefan Egli erwischte erneut einen ganz starken Tag, schaffte es immer wieder den gegnerischen Torhüter mit verdeckten Würfen zu überlisten und traf zum Ende hin 9 Mal. Und der Schachzug Adi Wehrli auf den rechten Flügel zu setzen erwies sich auch als der richtige. Er traf in der Schlussphase gleich 3 Mal. Und da Fabian Waldvogel in der Schlussphase unüberwindbar war konnten wir die 2 Punkte mit 21:19 in Turbenthal behalten. Mit 6 Punkten aus 3 Spielen stehen wir an der Tabellenspitze. Ob uns das etwas nützt wird die Zukunft weisen. Wir gehen nicht davon aus in diesem Jahr nochmals Handball zu spielen. Eine Hoffnung auf die Fortführung der Saison Anfang 2021 lassen wir uns nicht nehmen.

Sieg für die 2.Mannschaft, Niederlage fürs U15

Ebenfalls 2 Punkte in Turbenthal behalten konnte die 2.Mannschaft. Gegen den TV Räterschen war der HCT von Anfang an Überlegen und konnte in jeglicher Formation regelmässig skoren. Nach einer souveränen Pausenführung schlich sich aber vor allem gegen Ende der Partie etwas der Schlendrian ein, Fehler häuften sich und erlaubten dem Gegner noch ein paar Tore näher zu kommen. Trotzdem war der 25:21 Sieg nie gefährdet.

Keine Punkte gab es leider fürs U15. Nach einer guten 1.Halbzeit mit einer 2 Tore Führung welche allerdings durch die Knieverletzung von Levin Heckendorn getrübt wurde baute das Team gegen Ende hin immer mehr ab. Der Gegner hatte etwas den längeren Atem und konnte den HCT überholen und auch noch deutlich zu distanzieren. Schön zu sehen dabei waren die ersten 3 Tore von Elias von Flüeh, das Debüt von Jan Frischknecht sowie wie gut die beiden U13 Junioren Jan Güpfert und Livio Forrer bereits integriert sind.

Es spielten:

U15: Simon Rüegg; Livio Forrer, Jan Frischknecht, Jan Güpfert (3), Levin Heckendorn, Sebastian Keller, Lorenz Knechtli (5), Nick Stahel (4), Noam Thiry (6), Elias Von Flüe (3)

M4: Ramon Andrist, Noah Kernen; Matthias Bieri, Christian Blaser, Lukas Corrodi, Dominik Egli (1), Thomas Fässler (11), Jannik Fitzi, Florin Heldstab (3), Raphael Künzle (2), Thomas Lächler (7), Moritz Stahel (1), Marc Vogel, Fabian Waldvogel.

M3: Sebastian Raschle, Fabian Waldvogel; Luca Boss (4), Robert Brunner (1), Stefan Egli (9), Silvan Forrer, Florin Heldstab, Tobias Koch, Thomas Lächler (2), Adrian Raschle (2), Moritz Stahel, Marc Vogel, Tom Vogel, Adrian Wehrli (3).